VERTRAUEN (alle Personen bis auf Doian gehören J.K. Rowling)

Die Wolken hangen tief und f?rbten den Himmel in ein tiefes Grau.Vereinzelnd zuckten Blitze ?ber das Firmament und in der Ferne war das dumpfe Grollen des Donners zu h?ren.Der Regen,der nun schon 3 Tage anhielt,hatte die L?ndereien Hogwarts in eine Schlammlandschaft verwandelt.Wohin man auch sah,?berall breiteten sich gro?e Pf?tzen ?ber das Gel?nde aus.



Die Kutsche die den Weg heraufkam,hatte einige M?he nicht im Morast zu versinken.

Vor dem eichernden Schlosstor kam die Kutsche zum Stehen.Obwohl die Entfernung zu den sch?tzenden Mauern nur ein paar Schritte betrafen,waren die beiden Gestalten,die der Kutsche entstiegen sofort durchn?sst.

Die Kaputzen zum Schutz tief ins Gesicht gezogen machten sie sich auf zu Dumbledores B?ro.



Viel war im Eingangsbereich des Schlosses nicht los,die meisten Sch?ler hatte der Regen in ihre Gemeinschaftsr?ume getrieben.Nur vereinzelnd hielten sich einige im Eingangbereich und in den G?ngen des Schlosses auf.Diesen einzelnden Sch?lern entgingen die zwei Fremden nat?rlich nicht.

Besuch war zwar nichts ungew?hnliches in Hogwarts,aber das sich jemand bei diesem Wetter und zu dieser vorangeschrittenden Zeit,herverirrte,zog schon Aufmerksamkeit auf sich.



Die sp?ten Besucher blieben vor dem Wasserspeier stehen,der den Eingang zu Dumbledores B?ro bewachte.Eine heisere Stimme zerschnitt die Stille "Pfefferkuchen"

Pfefferkuchen,so lautete das Passwort welches den Eingang freigab.Dumbledore hatte eine Vorliebe f?r ungew?hnliche Passw?rter.



Der Wasserspeier sprang zur Seite und gab den Blick auf eine sich ,nach oben drehende Steintreppe frei.

Sie stellen sich auf eine Stufe und lie?en sich langsam nach Oben tragen.Am Ende angelangt,standen sie nun vor einer gro?en T?r.Nach nun 1x klopfen traten sie ohne zu z?gern ein.

Das B?ro wirkte trotz der vielen Gegenst?nde,der hohen Regale voller B?cher, sehr gro?.

Im Kamin prasselte ein Feuer ein Feuer und verlieh dem Raum nicht nur eine wohlige W?rme,sondern tauchte ihn auch in ein weiches Licht.



"Da seit ihr ja,wir haben euch schon erwartet."

Dumbledore kam hinter seinem Schreibtisch hervor und trat auf seine G?ste zu.Er war nicht allein,anscheinend befand er sich gerade in einer Besprechung mit einigen Lehrern.
Alle Blicke hafteten nun auf die verh?llten Gestallten,die soebend den Raum betreten hatten.

"Ein schreckliches Wetter nicht war.Trinken wir doch eine Tasse Tee zusammen."
"Gerne Direktor,die kann ich gut gebrauchen,bin durchgefroren bi auf die Knochen " der Fremde zog seine Kaputze vom Kopf und legte seinen Umhang ab.Zum Vorschein kam,Sirius Black.

Sirius Black der 12 Jahre unschuldig in Askaban verbracht hatte
wurde erst vor einigen Wochen vom Zaubereiministerium von aller Schuld freigesprochen.Sein Guter Name wurde wieder reingewaschen durch die Festnahme Peter Pettigrews.
Nun da Black wieder frei wr ,sich nicht mehr verstecken musste,stelle er eine Dienste Dumbledore zur Verf?gung.
Ein Lehrer hatte damit jedoch immernoch seine Probleme.
Snape,er hasste und verachtete Black.Freunde w?rden diese beiden bestimmt nie werden.

"Ich bin froh das du unseren jungen Freund sicher hierher gebracht hast" Dumbledore?s Augen verweilten nun auf der anderen Person,die inzwischen auch den Umhang abgelegt hatte.
Es war ein Junge oder besser gesagt ein junger Mann,von vielleicht 17 Jahren.Sein schwarzes Haar fiel ihm bis auf die Schultern.Er war blasss,tiefe dunkle R?nder lagen unter seinen Augen.Im Gro?en und Ganzen gab er keine gute Figur ab,wie er da so nass vom Regen vor ihnen stand.M?de sah er aus und irgenwie krank.
W?ren da nicht seine Augen gewesen.Sie schienen viel durchlebt zu haben.Sie waren dunkel,wirkten im Licht des Feuers fast schwarz und unergr?ndlich.

"Du bist also Dorian!" sagte Dumbledore und reichte ihm einen Becher mit dampfendem Tee.
"Der bin ich wohl" die Worte kamen nur leise von seinen Lippen als er nach dem Becher griff ohne Dumbledore dabei auch nur eines Blickes zu w?rdigen.
Dorian stand reglos am Kamin und starrte in die Flammen.In seinen Augen spiegelte sich die Farbe de Feuers wieder und doch wirkten sie so leer...
Er hielt seinen Becher mit beiden H?nden fest umklammert,als m?sse er sich an ihm festhalten.
F?r einen kurzen Moment,durchflutete ein Gef?hl von W?rme seinen K?rper.
Er wirkte ersch?pft und abwesend als w?re zwr sein K?rper hier,seine Gedanken aber an einen fernen Ort,Abseits von den Mauern, die ihn nun umgaben.

"Wie ich ihen bereits erkl?rt habe," Dumbledore ergriff nun wieder das Wort,"wird Dorian von nun an bei uns bleiben.Es ist uns gelungen ,ihn aus den H?nden Voldemorts und seinen Todessern zu befreien.Nachdem Dorian mich um Hilfe ersucht hat."
"Ich verstehe das Ganze noch nicht ,Albus." McGonagall schaute zuerst Dorian ,dann Dumbledore an.

"Vielleicht kann ich Licht in Dunkel bringen?"
Alle Blicke galten nun Dorian,der seinen Blick langsam vom Feuer abwand und nun,zum ersten Mal,die Personen im Raum anschaute.

"Mein Name ist Dorian Scofield und ich fange am Besten ganz am Anfang an."
Dorian wand sich wieder dem Feuer zu,drehte ihnen den R?cken zu und began zu erz?hlen.

"Ich wurde von meiner Mutter,einer Hexe reinen Blutes,aufgezogen nachdem mein "Vater" oder wie ich ihn lieber nenne,"Mein Erzeuger",uns im Stich gelassen hatte.
Ich hatte nie die "Ehre" ihn kennenzulernen,kann also auch nicht wissen ob mein Leben durch ihn anders verlaufen w?re.
Meine Fragen nach ihm blieben jedoch nicht aus,ich war jung und wie alle Kinder neugierig.Das Einzige was ich ?ber ihn in Erfahrung bringen konnte,war sein Name.Ich wei? bis heute nicht wie er ausgesehen hat noch woher er kam.
Ich war zwar noch noch ein Kind, aber ich bemerkte sehr wohl wie schmerzhaft die Erinnerung an ihn f?r meine Mutter war.
Also h?rte ich auf Fragen zu stellen.Ich gab mich mit dem Gedanken zufrieden,dass er uns nicht wollte.
Mein Leben h?tte so gut verlaufen k?nnen.Doch das Schicksal hatte andere Pl?ne.
Als ich 10 Jahre alt war ,zog meine Mutter mit mir in ein gro?es Anwesen,au?erhalb Londons.Fulton Manor war ein sehr altes Haus umringt von dicken Mauern.
Von diesem Zeitpunkt ?nderte sich alles."

Dorian nahm einen tiefen Atemzug,als m?se er f?r das,was nun kam Kraft sammeln.
Alle im B?ro schwiegen und eine beklemmenden Stille senkte sich ?ber den Raum.

"Meine Mutter sah ich nur noch selten,es schien als wurde sie mit Absicht von mir ferngehalten.Meine "Erziehung", Dorian sprach dieses Wort mit so viel Abscheu aus, ?bernahmen von nun an andere.
In eine Schule ging ich nicht,ich bekam Privatunterricht.Ich lernte alles was ein Zauberer wissen musste,wissen sollte.
Man lehrte mich Verwandlung und die Kunst der Zauberei.Was die richtigen Kr?uter bewirken und wie die Sterne am Himmel stehen.Mein liebstes Fach war jedoch schon immer die Kunst der Zaubertrankbrauerei."
Snape zog unbemerkt die Augenbrauen hoch "Interesse an zaubertr?nk" vermerkte er f?r sich.
"Hauptaugenmerk lag bei den Dunklen K?nsten.
Mir wurde eingebleut wie wichtig es it von Reinem Blut zu sein;das Muggelgeborene weniger Wert sein.
Und ich glaubte ihnen,nahm ihr Gedankengut als das meine an und hatte keine Zweifel,dass etwas daran falsch w?re.

Vieles was im Haus geschah verheimlichte man mir.St?ndig gab es Versammlungen,Leute gingen ein und aus.Ich durfte nie an einer solchen Versammlung teilnehmen,man machte mir deutlich klar das ich daf?r noch zu jung w?re.
Erz?hlen sie dies einmal einem Kind von 11 Jahren.
Meine Neugier ?ber die Machenschaften,in dem Haus welches ich mein zu Hause nannte,wuchs von Tag zu Tag.Ich began ihnen nachzuspionieren und dachte nicht an die Konsequenzen,sollten man mich dabei erwischen.
So erfuhr ich das ich ein Haus mit den Anh?ngern des Dunklen Lords teilte."
Snape ,der in einer dunklen Ecke des Zimmers sa?,zog deutlich h?rbar die Luft ein.McGonagall wurde sehr blass im Gesicht.Trotzdem wagte es niemand Dorian zu unterbrechen.
"Nat?rlich wusste ich vom Dunklen Lord,dies war Teil meiner Erziehung; und auch von dem was ihm ihm Halloween 1981 zum Verh?gni wurde.
Ich lauschte immer ?fter und erfuhr von Greueltaten gegen Muggel und von Pl?nen den Dunklen Lord betreffend.
Ich sch?me mich zugeben zu m?ssen das mich das Ganze nich abschreckte,sondern vielmehr faszinierte.
Ich wollte dazugeh?ren,einer von ihnen sein."

Dorians Stimme zitterte ganz deutlich,er wagte es nicht ihnen,
nach dieser Beichte ins Gesicht zu schauen.
Er hasste ich.

"Meine Neugier blieb nicht lange unbemerkt und so erfuhr ich,auf schmerzliche Weise,was es hie? ,ungehorsam zu sein.
Trotzalledem fanden sie Gefallen an meiner Neugier.
Mein Wunsch,einer von ihnen zu sein,ging schneller in Erf?llung als ich mir h?tte tr?umen lassen.
Mit 12 Jahren d?rfte ich an meiner ersten Versammlung teilnehmen.Ich lernte die Leute kennen,die Todesser genannt werden."

"Albus,ist es nicht genug f?r Heute?" McGonagall sah beunruhigt,aber voller Mitgef?hl Dorian an,keine Spur von Verachtung lag in ihrem Gesicht.Sie konnte f?hlen,wie schwer es ihm fiel,ihnen,die sie doch v?llig Fremde f?r ihn waren,diese Eingest?ndnisse zu machen.
"Nein Minerva,ich denke Dorian ist noch nicht ganz fertig mit seiner Geschichte."
"Der Alte man hatte recht" dachte Dorian bei sich und doch bedachte er McGonagall mit viel Dankbarkeit f?r ihren Versuch.
"Ich kann die Augen nicht vor dem verschlie?en was ich getan habe,dafr nicht davonlaufen, auch wenn ich es mir so sehr w?nschte.Das Schlimmste habe ich noch nicht einmal erz?hlt,aber auch dies m?ssen sie wissen.H?re ich jetzt auf,wei? ich nicht ob ich je wieder die Kraft dazu aufbringen kann.

"Ich lauschte ihren Berichten,hing an ihren Lippen und zog jede Wort in mich auf.
Mitleid war ein Wort,welches f?r mich kaum noch Bedeutung hatte.Ich war nie dabei, wenn es darum ging Muggel oder Gegner des Dunklen Lords aus dem Weg zuschaffen oder sie gef?gig zumachen..Dies sollte sich aber bald ?ndern.
Sp?testens dann,als "Er" zur?ck war."
Dorian?s H?nde begannen zu zittern und er stellte den Teebecher,den er die ganze Zeit festgehalten hatte ,Beiseite.

"Ich sah Ihn.Von Angesicht zu Angesicht.
Der Dunkle Lord war zur?ck.... etwas wie Stolz oder Bewunderung schwang in seiner Stimme mit,oder vielleicht schien es f?r einen kurzen Moment nur so.
...und ich war ihm treu ergeben.
Er hatte ,aus welchen Grund auch immer,einen Narren an mir gefressen und so kam ich zu der Ehre,viel von ihm lernen zu d?rfen" jetzt war der Stolz unverkennbar zu h?ren.
"Ich geno? seine Aufmerksamkeit und lernte schnell.Ich strenkte mich an um den Dunklen Lord nicht zu entt?uschen.

Meine Mutter spielte die Treue Dienerin und Anh?ngerin,aber in Wahrheit verabscheute sie es,mitansehen zu m?ssen was aus mir wurde.Sie sprach von Fehlern die sie begangen hatte und das sie mit mir weggehen wolte.Ein neues Leben beginnen.
Ich musste mich entscheiden.W?hlen zwischen meiner Mutter und meiner Treue zum Dunklen Lord.
Ich z?gerte.
Genau f?r dieses Z?gern hasse ich mich,denn es brachte meiner Mutter den Tod.
Ich wei? nicht wie oder von wem er von den Pl?nen meiner Mutter erfuhr.Er bewies erneut,zu was er f?hig war.Verrat verzeiht er nicht.
Die Frau,die mich das Licht der Welt erblicken lie?,starb vor meinen Augen.
Ich kam ihr nicht zur Hilfe.
Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus,es war als sei ich aus einem b?sen Traum erwacht..Ich wollte so nicht mehr weitermachen.Wollte das alles ein Ende hat.
Ich suchte Hilfe bei dem Mann,der schon immer der ?rgste Widersacher des Dunklen Lords war.Mir war es egal ob ich dabei ertappt w?rde,denn dann h?tte ich mein Leben verwirkt.
Ich riskierte alles ohne zu wissen ob Dumbledore mir helfen konnte,helfen w?rde."
Dumbledore und Dorians Augen trafen sich und Dorian hielt dem eindringenden Blick des Direktors stand.
"Meine Mutter ging in Hogwarts zur Schule,m?ssen sie wissen.
Sie sage einmal,es gab nie jemanden dem sie mehr vertraute als ihm." Die letzten Worte kamen nur noch z?gerlich und leise,ein Tr?nenschleier hatte sich ?ber Dorians Augen gelegt.

"Das reicht jetzt!Ich denke es wurde genug f?r einen Abend geredet.Es ist sp?t und wir sollten alle ins Bett gehen.Zuvor m?chte ich Dorian aber noch die hier Anwesenden vorstellen.
Sirius hast du ja bereits kennengelernt.Dies hier ist Prof.McGonagall,Lehrerin f?r Verwandlung und Hauslehrerin f?r das Haus Gryffindor.
Dieser Mann dort in der Ecke -Dumbledore schaute ?ber eine Brillengl?ser hinweg Snape an- ist unser Zaubertranklehrer und Hauslehrer f?r Slytherin,Prof.Snape."
Snape schaute grimmig wie immer,zu Dorian her?ber und so entging ihm auch dessen Reaktion nicht.Dorian geriet ins schwanken und Sirius war mit ein paar Schritten bei ihm.
"War wohl alles etwas viel f?r Heute:" Black ergriff Dorian am Arm um zu verhindern das dieser st?rzte.
"Es ist wohl besser,wenn du die Nacht im Krankenfl?gel verbringst.Morgen fr?h sehen wir dann weiter."
Dorian wollte gerade zum Protest ansetzten,er f?hlte sich gut und wollte nicht auf die Krankenstation,als Dumbledore ihm zuvorkam.
"Keine Widerrede,ich bestehe darauf."
Er sah ein das es keinen Zweck hatte sich mit Dumbledore auf eine Diskussion einzulassen,er hatte die Kraft dazu nicht mehr,jedenfalls heute nicht mehr.